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Jetzt ist wieder Zeit Sanddorn zu sammeln, also hab ich mich losgemacht und mir die Hände zerstochen :) . Ich schneide die Zweige samt Beeren ab und lege sie zu Hause ins Tiefkühlfach. Nach 3 – 4 Tagen kann man dann die Beeren mehr oder weniger gut von den Zweigen pflücken. Hier einige Rezepte wofür sich das sammeln lohnt.

Sanddornmarmelade

Sandorn mit ganz wenig Wasser aufkochen und kurz köcheln lassen. Danach durch die “flotte Lotte” passieren. 1 Büchse gewürfelte Ananas kurz pürieren. Ich nehme für ca. 500g Sanddornmus 200g Ananas. Beides nochmal aufkochen und 500g Gelierzucker zugeben, am Besten eine Gelierprobe machen um sicher zu sein das es nicht zu dünn wird. Dann in die vorbereiteten Gläser füllen.

Sanddorn 1

Sanddorn 2

Vom restlichen Sandornsaft kan man eine prima

Sandorntorte

zaubern.

Dafür einen Biskuitteigboden backen, oder für eilige einen kaufen.  Dann

  • 250g  Quark
  • 300g  Joghurt
  • 250g  Sahne
  • 100g  Zucker
  • 150ml Sanddornsaft
  • 10 Blatt Gelatine

Gelatine mit kaltem Wasser einweichen. Quark, Joghurt, Zucker und Sanddornsaft mit dem Handrührgerät verrühren. Sahne steif schlagen. Gelatine ausdrücken, in einem Topf flüssig werden lassen. Etwas abkühlen lassen, nach und nach ca. 3 EL Quarkmasse hineinrühren, dann dieses mit der Quarkmasse gut verrühren, die Sahne unterheben. Den abgekühlten Tortenboden zweimal durchschneiden, Die Quarkcreme zwischen die Tortenböden und obenauf streichen. Zum Schluß ein paar Haferflocken und Zucker etwas bräunen und über die Torte streuseln.

Hat man immer noch etwas Saft über kann man ihn prima einfrieren für spätere Torten und andere leckere Sachen.

Und wenn man keine Lust mehr zum kochen und backen hat, kann man vom Rest immernoch

Sandornlikör

ansetzen. Dieser hat nur den Nachteil er hält nicht lange ;) , Irgendwie verflüchtigt er sich immer.

  • 200 g Sandorn in eine Flasche mit weitem Hals füllen
  • 1 Stange Zimt und
  • 1 Stk. Sternanis

zugeben nun mit klarem Schnaps (mind. 40%) auffüllen, fest verschließen und gut 4 Wochen an einem kühlen Ort ziehen lassen,
danach abseien und mit 2 – 3 EL Waldhonig mischen
und noch gut eine Woche ziehen lassen.

Lindenblütengelee

Nun habe ich noch schnell die letzten Lindenblüten gesammelt, bevor sie durch die Somerhitze total verblüht sind. Ich möchte Lindenblütengelee kochen und da habe ich mich rangemacht und die kleinen Blütchen von den Zweigen gezupft. Das ist eine zeitaufwändige Arbeit, aber bei dieser Wärme kann man sowieso nicht allzuviel machen.  Danach werden die Blüten mit Apfelsaft bedeckt und für 2 Tage in den Kühlschrank gestellt. Dann wird das Ganze durch ein Tuch abgegossen und der gewonnene Saft gemessen. Ich hab ein Haushaltstuch genommen, die dünnen im 5-Pack machen sich dafür am Besten. Bei mir waren noch 850ml übrig. Die entsprechende Menge Gelierzucker 2:1 (hier 440g) zufügen und wie immer aufkochen und in die vorbereiteten Gläser füllen. Lohnt sich auszuprobieren.

Lindenblütengelee

Lindenblütentee

Die restlichen Blüten, aber noch mit den “Fähnchen” trockne ich für Tee.

Lindenblütentee wirkt schweißtreibend und findet daher Verwendung bei Fieber und Erkältungskranheiten im allgemeinen. Gemischt mit Kamille  und Holunderblüten stärkt er die Abwehrkräfte. Diese Wirkungen sind inzwischen auch vom Bundesgesundheitsamt anerkannt. Also, der nächste Winter kommt bestimmt  ;)   .

Holundergelee

Holunder

In unserem Garten und auf der nahe gelegenen Wiese wachsen große  Holunderbüsche die uns in jedem Jahr zu vielen Gläsern  Marmelade verhelfen. Auch in diesem Jahr ist es wieder soweit.

Hier ist unser Rezept:

Von den Dolden die kleinen Blüten abzupfen und in einen Topf geben. Der Boden sollte gut bedeckt sein. Das kann jeder nach Geschmack variieren.

Holunderblüten

750ml Orangensaft oder Apfelsaft und 500g Gelierzucker 2:1 zugeben, aufkochen und 1 min. köcheln lassen. Das Ganze dann noch heiß in Gläser füllen.

Man kann auch ganze Dolden in Orangensaft einlegen und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag durch ein Sieb geben und den Saft mit der entsprechenden Menge Gelierzucker aufkochen lassen. Geht bedeutend schneller, aber die 1. Variante schmeckt uns besser. Am besten Ihr probiert es mal aus.

Holundertee

Holunder ist auch für die verschiedensten Tees gut zu verwenden.

Er ist gut gegen Fieber, auch gemischt mit Lindenblüten. Weiterhin ein gutes Mittel gegen Blasenentzündung, Husten und Rheumatismus.

Holunder + Pfefferminze + Schafgarbe zu gleichen Teilen mischen, ist ein prima Mittel gegen Erkältung. Hilft genausogut wie ein Mittelchen aus der Apotheke und ist dazu noch preiswerter und natürlicher.

Also jetzt fleißg sammeln, der nächste Winter kommt bestimmt.

Goldsalbei

Goldsalbei

Gartensalbei

Gartensalbei

Nun wurde es höchste Zeit den Salbei zu ernten. Jetzt hängt er kopfüber und wartet auf seine spätere Verwendung.

Einige Verwendungstipps:

Salbeitee gegen Halsschmerzen, Mandelentzüngung, Zahnschmerzen (konnte ich vor kurzem erst ausprobieren)  und  im allgemeinen beruhigend.

Außerdem in Kombination mit Hibiskusblüten und Hagebutten ein “Fitmacher” für den Winter. Zu gleichen Teilen mischen und dann einfach mal ausprobieren.

Als ich in diesem Jahr an den vielen wunderbar duftenden Robinien vorbeiging, hatte ich die Idee ein Gelee herzustellen. Ich hab es probiert und es schmeckt echt lecker. Hier nun mein Rezept:

  • Reichlich Robinienblüten
  • 750ml  Orangensaft (100% Frucht)
  • 1 Tüte   Gelierzucker 2:1

Die Blüten von den „Trauben“ streifen und in einen großen Topf geben. Den Orangensaft hinzufügen, so dass die Blüten knapp bedeckt sind. Die Menge der Blüten kann je nach Geschmack variiert werden. Das ganze über Nacht stehen lassen und dann durch ein enges Sieb geben. Die Flüssigkeit messen und nach Anleitung die dementsprechende Menge Gelierzucker zugeben. Das dürfte so ungefähr eine Tüte und ein klein bisschen sein. Das Ganze zum Kochen bringen und ca. 1 Minute köcheln lassen. Nun in die vorbereiteten Gläser geben und sofort verschließen und auf den Kopf stellen. Nach dem Erkalten probieren und genießen.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es mich wissen, wenn es euch schmeckt. Nutzt dazu die Kommentarfunktion am Ende des Artikels.

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